Delay

Was ist ein Delay?

Dieser Effekt beruht auf Verzögerungen des Direktsignals. Er dient, wie der Hall, ebenfalls zur Erzeugung eines räumlichen Eindrucks, wobei das Delay vor allem dazu genutzt wird Melodien durch das Wiederholen der einzelnen Noten zu verdichten und somit voller erscheinen zu lassen.

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Das bekannteste Beispiel für ein Delay ist das natürliche Echo: Wenn Du in den Alpen schreist, wird das Direktsignal mehrere Male wiederholt und mit jeder Wiederholung etwas leiser. Es handelt sich also (wie auch beim Hall!) um Reflexionen, nur dass diese beim Delay aufgrund ihrer wesentlich geringeren Anzahl viel eindeutiger voneinander abzugrenzen sind und sich nicht zu einer Hallwolke verdichten.


Funktionsweise

Beim Delay wird ein Teil des Originalsignals zu Beginn der Signalkette abgegriffen und durchläuft eine so genannte Delay-Line (Verzögerungseinheit), durch die das Signal um eine eingegebene Zeit verzögert und dann wiederholt wird. Die eingestellte Verzögerungszeit wird als Delay-Time bezeichnet.

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Daneben bietet das Gerät einen weiteren Parameter mit dem die Anzahl der verzögerten Wiederholungen bestimmt wird. Dieser wird als Feedback bezeichnet. Er legt also fest, wie oft das Signal die Delay-Line durchlaufen soll. Dazu wird das Ausgangssignal jeweils wieder zum Eingang des Effekt-Geräts zurückgeführt und durchläuft die Verzögerungseinheit erneut.

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Desweiteren steht meist noch ein so genannter High-Cut (Equalizer) zur Verfügung, der das Signal im hohen Frequenzbereich absenkt. Hierdurch werden die einzelnen Wiederholungen nicht bloß leiser, sondern auch dumpfer, so wie es auch beim natürlichen Echo der Fall ist.


Parameter

Nachfolgend werden die typischen Parameter eines Delays noch genauer erläutert.

  • Delay-Time: Oft einfach als Delay bezeichnet; Hiermit bestimmst Du den zeitlichen Abstand der Wiederholungen des Delays. Bei einigen Geräten erfolgt dies anhand der Eingabe einer Verzögerungszeit in Millisekunden. Oftmals aber kannst Du den Wert einfach durch die Angabe des Songtempos in BPM (beats per minute) festlegen. Bei Plug-In-Effekten brauchst Du das Tempo normal sogar gar nicht mehr einzustellen, sondern es wird mit Hilfe eines Synchronisations-Buttons automatisch vom Programm erkannt. Delays, die einen solchen Sync-Button besitzen, werden auch als Sync-Delay bezeichnet. In der Regel kannst Du dann zusätzlich zum Songtempo noch die gewünschte Notenlänge angeben und somit die Wiederholungen z.B. als Achtel-, Viertel- oder halbe Noten erscheinen lassen. Dies ist meist zu empfehlen, da die Wiederholungen des Delays praktisch zusätzlichen Noten entsprechen, die man sonst ja auch nicht einfach quer über den Takt streuen würde.
  • Feedback: Manchmal auch als Regeneration bezeichnet; Legt die Anzahl der verzögerten Wiederholungen fest. Je höher Du den Regler aufdrehst, desto öfter wird das Signal wiederholt. Die Lautstärke nimmt dabei mit jeder einzelnen Wiederholung proportional ab, bis das Signal schließlich ganz ausgeklungen ist.
  • High-Cut: Dient zum Absenken der Höhen des Effekt-Signals. Bei einigen Geräten kannst Du auch die Grenzfrequenz festlegen, ab der alle höheren Frequenzen abgesenkt werden sollen. Stellst Du bspw. eine Frequenz von 8 kHz ein, so werden alle Frequenzen oberhalb dieser 8 kHz abgesenkt.
  • Intensity/Mix: Mit diesem Regler bestimmst Du das Verhältnis zwischen Effekt- und Originalsignal.

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